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Was Mutter Natur in vielen Millionen Jahren Evolution nicht hinbekommt, das schafft Volkswagen offenbar in ein paar Jahren Entwicklungszeit: Den "Tiguan", eine Kreuzung US Leguan und Tiger. Welche Eigenschaften der Urechse VW in sein neuestes Baby gesteckt hat, lässt sich schwer erahnen. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um einen Crossover aus Geländefahrzeug und Sportwagen, womit VW ab Herbst 2007 im bereich der Kompakt-SUVs eine Lücke in der Produktpalette schließt
Bei der Namensgebung durften Leser eines Automagazins mitbestimmen. Zur Auswahl standen dabei unter anderem: "Samum" (klingt eher nach Waschmittel), "Nanuk" (klingt ein bisschen nach schwedischem Wandschrank) und "Rockton" (klingt irgendwie koreanisch). So gesehen passt "Tiguan" geradezu perfekt.
Weltpremiere feierte diese Auto-Studie vergangene Woche auf der Auto Show von Los Angeles: Der Tiguan, ein Fabeltier, das zwar noch als "Conceptcar" auftritt, aber – so VW-Chefdesigner Klaus Bischoff – "schon verdammt nah am Serienmodell ist".
Neben einem 134 cm langen Sonnenglasdach darf man sich im Tiguan über eine (zu Gunsten des Kofferraums) längs verschiebbare und geteilt umklappbare Rücksitzbank freuen. Der Tiguan ist 440 cm lang, 169 cm hoch und 185 cm breit und wird mit Allrad und Frontantrieb zu haben sein. Als Basis-Herzstück wird Wolfsburg den neuen TSI-Antrieb (im Golf GT im Einsatz) schlagen lassen, der aus nur 1,4 Liter Hubraum mittels doppeltem Turbolader 150 PS Leistung bei einem verbrauch von ca 7,5 Liter holt. An der Dieselfront wird man mit 140 und 170 TDI-PS unterwegs sein.
Kämpferisch gibt sich VW ersten Andeutungen zufolge mit dem Preis: Gute 5000 Euro billiger als BMWs X3 soll der Geländesportler auf den Markt kommen.
Gespannt darf man sein, ob VW beim Reifenhersteller Continental wirklich die orange-schwarzen Räder durchsetzt. Chefdesigner Bischof meinte dazu jedenfalls allen Ernstes: "Wir arbeiten daran..."
Offizielle Serien-Premiere des Tiguan: 2007 in Frankfurt.
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