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Suzukis Splash zu fahren war eine große Überraschung: Denn so viele Schaulustige kennt man als Autotester eigentlich nur, wenn man irgendeinen exotischen Sportwagen ausführen darf. Suzuki bietet seinen neuen Microvan Splash (baugleich mit dem Opel Agila) außer in zehn Lackfarben auch noch (gegen unterschiedliche Aufpreise) mit diversen Klebefolien-Mustern an. Ein einfacher Trick, aber Rot mit Paisley (292 Euro extra) war ein echter Hingucker an den Ampeln.
So gesehen scheint das Splash-Konzept, das den (optisch wie namentlich wenig attraktiven) Vorgänger Wagon R+ ersetzt, aufzugehen. Denn das kleine Chamäleon wirkt auch sonst sympathisch-pfiffig jugendliches Armaturendesign inklusive. Hätte man auch noch die (immerhin voll versenkbare) Rückbank zugunsten eines variableren Kofferraums längs verschiebbar gemacht, dann wäre er wohl unwiderstehlich. Das hätte sich aber auch auf den Preis geschlagen, der beim Einstiegsmodell so deutlich unter 10.000 Euro liegt, dass sich auch noch ein flottes Klebemuster ausgeht.
Ansonsten besticht der Microvan durch viel Kopffreiheit, gute Beinauflage und eine ordentliche Lenkung. Das Innen-Ambiente wird zwar von Hartplastik dominiert, was aber in dieser Liga nicht sonderlich stört. Wirklich lästig sind allerdings die vielen Warnpiepser. Bei steckendem Zündschlüssel die Fahrertür geöffnet? Da muss das nervende akustische Dauerfeuer (das auch nicht von alleine wieder aufhört) wirklich nicht sein.
Serienmäßig im Suzuki Splash 1.2 GLS unter anderem: 6 Airbags, ABS mit EBD, Nebelscheinwerfer, ISOFIX für Kindersitze, Sitzheizung, beheizbare Außenspiegel, Alufelgen, Lederlenkrad, Klimaanlage und CD-Radio.
Als Extras u.a.: Navigationssystem (535 Euro), Bluetooth-Freisprecheinrichtung (223 Euro). Leider nicht erhältlich: Traktionskontrolle.
Die sechs verschiedenen Klebefolien-Designs kosten je nach Ausführung zwischen 230 Euro (Blümchen-Muster) und 2990 Euro (Schlangen-Look).
Praxis im Suzuki Splash 1.2 GLS deluxe
Motor/Antrieb (Note 2)
Plus: Motor will zwar bei voller Beladung kräftig ausgedreht werden, bleibt aber relativ sparsam.
Minus: Dafür, dass das Auto eigentlich sehr leicht ist, wirkt der Motor (immerhin 86 PS!) etwas zäh.
Komfort (Note 3)
Plus: Lederlenkrad und Sitzheizung sind serienmäßig; pfiffige Armaturen-Optik; CD-Radio klingt gut.
Minus: Antirutsch-Auflagen in Ablagen fehlen; Hartplastik-Cockpit; lästiges Gepiese sobald Tür offen.
Fahrverhalten (Note 2)
Plus: Verblüffend ruhige Lenkung (trotz kurzem Radstand) auch bei hoher Geschwindigkeit.
Minus: Servolenkung schwächelt bei schnellem Drehen im Stand; etwas zu weiches Fahrwerk.
Platz/Variabilität (Note 2)
Plus: Auch hinten viel Kopffreiheit; gute Beinauflage vorn; Fach für CDs.
Minus: Rückbank nicht längs verschiebbar; keine Ablagen hinten; naturgemäß sehr kleiner Kofferraum (allerdings mit Geheimfach).
Messwerte (Note 2)
Topspeed: 174 km/h. Beschleunigung: von 0 bis 100 km/h in 12,3 Sekunden. Testverbrauch: 7,7 Liter auf 100 km. Preis: 12.490 Euro; Test-Version mit Paisley-Design: 12.782 Euro (inkl. aller Abgaben in Österreich)
Daten ab Werk
Motor
Vierzylinder in Reihe, Hubraum 1242 ccm; maximale Leistung 63 kW/86 PS bei 6000/min., maximales Drehmoment 114 Nm bei 4400/min; Verdichtung 11:1.
Kraftübertragung
Vorderradantrieb; Fünfgang-Schaltgetriebe; Knüppelschaltung.
Fahrwerk und Karosserie
fünftüriger Microvan; selbsttragende Karosserie, vorne Federbeine, Dreiecksquerlenker, hinten Verbundlenkerachse, vorn und hinten Schraubenfedern, vorne Kurvenstabilistator; vorne Scheibenbremsen, hinten Trommelbremsen; ABS mit EBD, Handfeststellbremse auf die Hinterräder; Reifen 185/60 R 15, Felgen 5.5 J.
Abmessungen und Gewicht
Länge/Breite/Höhe in mm: 3740/1680/1590; Eigengewicht: ab 990 kg; Wendekreis: 9,6 Meter; Tankinhalt: 45 Liter.
Verbrauch
auf 100 km (lt. Werk): städtisch 8,2, außerstädtisch 5,0, gesamt 6,2 Liter. 95 Oktan
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