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Bei Sechs-Zylinder-Boxer denkt man automatisch an Porsche, aber auch Subaru hat seit Jahren für Legacy und Outback ein solches Aggregat im Programm. Der Motor wurde nun überarbeitet und leistet im Freizeitkombi Outback mit permanentem, symmetrischem Allradantrieb und 20 Zentimeter Bodenfreiheit statt 209 jetzt 245 PS.
Leider ist von so viel Schubkraft vor allem im unteren Drehzahlbereich (wohl auch wegen des zusätzlichen Allradantriebs) nur wenig zu spüren. Die neue, serienmäßige 5-Stufen-Automatik beeilt sich bereits bei mäßigem Gasgeben erst einen, dann lieber doch gleich zwei Gänge hinunter zu schalten, so dass jeder Versuch, zügig aber dezent zu überholen, nach einem umständlich langen Schaltvorgang in einem lauten Drehzahl-Inferno endet. Kickdown-Widerstand im Gaspedal gibt es keinen. Zum Glück lässt sich die Automatik aber auch händisch im Sport-Shift-Modus schalten.
Ansonsten ist der Outback ganz und gar nobles Understatement mit auffallend guter Verarbeitung.
Die überkomplette Serienausstattung des Drei-Liter-Boxers reicht von sechs Airbags, riesigem Glas-Schiebedach, 6-fachem CD-Wechsler mit sechs Lautsprechern, beheizbaren Vordersitzen und Tempomat bis Navigationssystem und Lederausstattung. Erfreulich sind auch die zwei großen beleuchteten Schminkspiegel in den Sonnenblenden. Dafür fehlt eine Brillenhalterung.
Wer kein Fan von Automatik ist, kann zum 2,5-Liter-Modell greifen, das mit etwas dünnerer Ausstattung 4000 Euro weniger kostet und immerhin auch noch 165 PS liefert. Diesel gibt es beim Outback leider keinen.
Praxis im Subaru Outback 3.0 H6 GLX
Motor/Antrieb (Note 3)
Plus: 6 Zylinder und 245 PS: Genug Power für Überholmanöver mit Kind und Kegel.
Minus: Die Leistung des 1545-Kilo-Bröckerls scheint erst bei hoher Drehzahl zu kommen, wo der Motor unangenehm kreischt. Entsprechend hoher Verbrauch.
Komfort (Note 2)
Plus: Gute Verarbeitung, Luxus durch überkomplette Ausstattung, vielseitig verstellbare Sitze. Navi-System mit praktischem Touchscreen.
Minus: In dieser hohen Preisklasse wäre getrennte Heizung für Fahrer/Beifahrer zu wünschen.
Fahrverhalten (Note 2)
Plus: Der Allradantrieb verwandelt den etwas unsportlich wirkenden Kombi in ein souveränes Kurven-Auto. Präzise, saubere Lenkung (Momo-Lenkrad).
Minus: Die obligatorische Automatik ist gewöhnungsbedürftig und reagiert zu langsam.
Platz/Variabilität (Note 1)
Plus: Rücksitzbank (60:40) teilbar, sehr leicht umklappbar. Ausreichend Platz vorne und im Fond für große Passagiere, Isofix für Kindersitze.
Minus: Trotz ausklappbarer Mittelarmlehne hinten keine Durchlademöglichkeit für Skier.
Messwerte (Note 2)
Topspeed: 224 km/h. Beschleunigung: von 0 bis 100 km/h in 8,5 Sekunden. Testverbrauch: 14,1 Liter auf 100 km. Preis (Outback 3.0 H6 GLX): 49.990 Euro (inkl. aller Abgaben)
Daten ab Werk
Motor
6-Zylinder Boxer, 2999 ccm, 180 kW/245 PS bei 6600/min, 297 Nm bei 4200/min, 24 Ventile, 2 x 2 obenliegende Nockenwellen.
Kraftübertragung
permanenter Allrad-Antrieb, zentrales Differential mit Visko-Kupplung, Drehmomentverteilung vorne/hinten 50:50, Fünf-Stufen-Automatik.
Fahrgestell
selbsttragende Karosserie mit Hilfsrahmen; vorne Federbeine und Dreiecksquerlenker; hinten Mehrlenkerachse; vorne und hinten Kurvenstabilisatoren; Schraubenfedern, Teleskopdämpfer.
Fahrwerk
vorne und hinten Scheibenbremsen, ABS mit EBD serienmäßig; Handbremse auf Hinterräder; Zahnstangenlenkung mit Servo, Treibstofftank 64 Liter, Reifen 215/55 R17.
Abmessungen und Gewichte
Radstand 2670 mm, Länge 4730 mm, Breite 1770 mm, Höhe 1545 mm, ab 1330 kg, 10,8 Meter Wendekreis.
Verbrauch
auf 100 km (lt. Werk): städtisch 13,4, außerstädtisch 7,6, gesamt 9,8 Liter. 95 Oktan.
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