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Renault Wind: Klapp-Roadster

Zwei-Personen-Flitzer mit Frischluft für Junge und Junggebliebene.



Renault Wind Front
Picture by Renault

Wer im Wind zum ersten Mal die Wippe fürs Schiebedach betätigt, hat ein nettes Aha-Erlebnis: Andere Hardtop-Cabrios falten und fädeln mit Schnürchen und Scharnierchen diverse Dachelemente aus dem Kofferraum. Das schaut oft elegant aus, man fragt sich aber auch, ob das alles noch regendicht funktioniert, wenn der Wagen zehn Jahre alt ist. Beim Wind faltet und fädelt nichts. Da öffnet sich ein Fach, und das Dach klappt im Ganzen nach vorn; wie ein Kaffeekannendeckel. So einfach, so schnell. Nämlich in rekordverdächtigen 12 Sekunden. Dann wird nur noch händisch per Drehgriff verriegelt. Weiterer Vorteil des patentierten Systems: Das Dach wiegt nur 20 Kilo, z. B. beim Mégane Cabrio sind es mehr als 100.

Renault hat mit diesem Kleinst-Roadster zwischen Twingo und Clio eine interessante Konkurrenz zu offenen Trend-Flitzern wie Fiat 500 C, Mini Cooper oder Smart entwickelt. Der Zweisitzer punktet mit bissigem Heckdesign und ordentlichem Kofferraum (fixe 275 l), in den Gepäck für zwei und eine Woche passt.

Renault Wind Cockpit
Picture by Renault

Bei ersten Tests gefiel der kleine, weniger aufdringliche Turbo-Benziner. Der größere Saugmotor hat zwar beim Anfahren einen satten Sportlerklang, wird aber nach oben hin (Autobahntempo, Fünfgangschaltung) unangenehm aufdringlich laut. Auch ein größerer Leistungsabstand zwischen den beiden Motoren wäre kein Fehler gewesen. Andere kleine Kritikpunkte: Das Armaturenbrett reflektiert bei Sonne recht stark in der Windschutzscheibe, und der Blick nach hinten ist sehr bescheiden. Außerdem wurden am Armaturenbrett fünf Kunststoffarten verarbeitet, was mit dem großen Standard-Lenkrad (im Gegensatz zur Außenoptik) etwas inkonsequent wirkt.

Sehr fein hingegen: Der recht großzügige Abstand zwischen Windschutzscheibe und Fahrerkopf sowie die Aerodynamik im Cockpit bis knapp 100 km/h auch bei geöffneten Seitenscheiben.

Serienmäßig in der Basisversion (nur 1,2-l-Motor) um 16.990 Euro: vier Airbags, ABS, Sportsitze, Leichtmetallräder, CD-Radio und Tempomat. ESP gibt es gegen Aufpreis bzw. in der besseren Ausstattung "Edition" um 19.590 Euro. Der Renault Wind ist ab September bei uns.


Renault Wind Heck
Picture by Renault
Die Motoren
BENZINER: 1.2 TCe 100: Vierzylinder-Benziner mit Turbolader, 1149 ccm; 74 kW/101 PS bei 5500/min., 152 Nm bei 3500/min.; 0-100 km/h in 10,5 sec., Spitze 190 km/h, Verbrauch (städtisch/außerstädtisch/gesamt): 8,0/5,3/6,3 l/ 100 km; CO2: 145 g/km.
1.6 16V 135: Vierzylinder-Benziner, 1598 ccm; 98 kW/133 PS bei 6750/min., 160 Nm bei 4400/min.; 0-100 km/h in 9,2 sec., Spitze 201 km/h, Verbrauch (städtisch/außerstädtisch/gesamt): 9,1/ 5,7/7,0 l/100 km; CO2: 165 g/km.


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© Ein Testbericht von Pkwtest Online-Magazin (13-07-10) – Feedback und Anfragen bitte an tubbs(at)pkwtest.com