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Porsche 911 Carrera 4S: Tritt mich!

Der neue Allrad-Sportwagen der Baureihe 997 weckt heftige Rallye-Phantasien



Porsche 911 Carrera 4S Front
Foto: Porsche

Einmal wie Walter Röhrl fahren, der bei Tests mit dem neuen Carrera 4S zeigte, wie eindrucksvoll Porsches neueste Allradkreation um die Kurve geht: Was er noch verbessern würde? Vielleicht mehr Leistung... – Bei satten 355 PS ein Scherz, den wohl nur Rallye-Profis nicht verstehen.

Er ist 47 Jahre alt, verdient 12.000 Euro im Monat und hat noch zwei andere Autos in der Garage, sagt die Statistik über den typischen Carrera-Käufer. Es gibt aber auch bestimmt viele untypische. Die Statistik sagt auch, dass mehr als die Hälfte der Kunden zur 7000 Euro teureren Allrad-Version greift.

Anders als bei den meisten anderen Allrad-Autos gibt es beim 911 Carrera einen zweiten Grund zu 4x4 zu greifen als der Sicherheit wegen. Rallye-Legende Walter Röhrl demonstrierte dies eindrucksvoll auf abgesperrter Serpentinen-Strecke – einem besonders kniffligen Teilstück der Rallye Monte Carlo auf den Col de Turini: Der Allrad liefert beim Beschleunigen aus den Kehren noch mehr Traktion. Das bringt Zehntelsekunden. Allerdings in einem Bereich, den wohl nur Röhrl und Co. auskosten können. Der statistische 47-jährige Käufer wird sich wohl eher darüber freuen, dass er mit einem Sportgerät, das schon beim Anlassen "Tritt mich!" brüllt, auch sehr bequem in Tempo-30-Zonen flanieren kann.

Porsche 911 Carrera 4S Heck
Foto: Porsche

Optisch ist der Allrad-911er am Heck um 44 Millimeter breiter, als der "Normalo" und der Tank wurde auf 67 Liter Fassungsvermögen vergrößert. Handling und Straßenlage sind phantastisch – sagt auch Walter Röhrl. Nur, wenn man in den engsten Kehren allzu ungestüm Gas gibt greift das ESP regelnd ein. Ansonsten - so auch Röhrl- nach eingehendem Praxisstudium, würde man das PSM (das "Porsche Stability Management") wohl nicht wirklich brauchen.

Erhältlich ist der neue Allrad-911er in Österreich ab 22. Oktober 2005 als Carrera 4 (325 PS) ab 101.500 Euro, als Carrera 4S (355 PS) ab 112.450 Euro und als Cabrio. Tiptronic statt 6-Gang-Schaltung kostet ca. 3500 Euro mehr und ein paar Zehntel von Null auf Hundert.


Porsche 911 Carrera 4S Lenkrad
Foto: Porsche
Die Motoren
911 Carrera 4: 6-Zylinder-Boxer, 3596 ccm, 239 kW/325 PS bei 6800/min, 370 Nm bei 4250/min, 0 bis 100 km/h in 5,1 sec., Höchstgeschwindigkeit 280 km/h, Verbrauch (städtisch/außerstädtisch/gesamt): 16,6/8,4/11,3 Liter.
911 Carrera 4S: 6-Zylinder-Boxer, 3824 ccm, 261 kW/355 PS bei 6600/min, 400 Nm bei 4600/min, 0 bis 100 km/h in 4,8 sec., Höchstgeschwindigkeit 288 km/h, Verbrauch (städtisch/außerstädtisch/gesamt): 17,5/8,5/11,8 Liter.


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© Ein Testbericht von Pkwtest Online-Magazin (21-06-05) – Feedback und Anfragen bitte an tubbs(at)pkwtest.com