Autotests im Pkwtest Online-Magazin

Testberichte von neuen und klassischen Pkws seit 1999

Autotest-Suche

TESTAUTO INDEX
- Alle Testautos

- Alfa Romeo
- Audi
- BMW
- Cadillac
- Chevrolet
- Chrysler
- Citroen
- Dacia
- Daewoo
- Daihatsu
- Dodge
- Fiat
- Ford
- Honda
- Hyundai
- Jaguar
- Jeep
- Kia
- KTM
- Landrover
- Lexus
- Mazda
- Mercedes
- Mini
- Mitsubishi
- Nissan
- Opel
- Peugeot
- Porsche
- Renault
- Saab
- Seat
- Skoda
- Smart
- Ssangyong
- Subaru
- Suzuki
- Toyota
- VW/Volkswagen
- Volvo

- Testauto-Weblog
- Editorial
- Surf-Tipps
- Startseite

Translation

Traduction


Peugeot 407 SW Biturbo: Zwei Schrittmacher

Zwei kleine Turbolader statt einem großen. Doppelter Beschleunigungsspaß ohne Turboloch erstmals bei einem Vierzylinder-Motor.



Peugeot 407 SW biturbo Front
Foto: Peugeot

Man merkt es gleich beim ersten Gasgeben: Dieser Diesel lässt dich bei keinem dringlichen Kreuzungsschnellstart hängen ! Der kleine Turbolader Nummer 1 füllt im unteren Drehzahlbereich das Beschleunigungsloch, das ein einzelner großer Turbo hinterlassen würde. Der gleichkleine Turbo Nummer 2 schaltet sich dann verzögert bei einer Drehzahl von 2600 Umdrehungen pro Minute dazu. Und die gut abgestimmte Lenkung macht bei so viel Kräftezerren an den Vorderrädern erstaunlich wenig Zicken. Ein Biturbo-System, das weltweit erstmals mit vier Zylindern (im Peugeot 607, 407 und ab Herbst auch im 4007) zum Einsatz kommt und wirklich gelungen ist.

Noch schöner wäre es allerdings (trotz Serien-FAP), wenn der Trend der Autobranche bei so feinen Motoren nicht in Richtung noch mehr Kraft bei gleichem Verbrauch, sondern in Richtung ausreichend PS und deutlich geringerer Verbrauch ginge. Das würde auch den eher üppigen Praxis-Verbrauch im städtischen Stoßverkehr senken.

Peugeot 407 SW biturbo Cockpit
Foto: Peugeot

Freude macht beim 407er-Kombi neben dem Motor auch die für Peugeot typische, flotte Optik, wenn man auch bei Garagenrampen mit der tiefen Frontschürze sehr leicht aufsitzt.

Kleine Kritikpunkte: Der Bordcomputer schreibt ein Kauderwelsch aus Englisch und Französisch (einmal oil für Öl, dann wieder Pression für Reifendruck), und der eine Innengurt der Kofferraumklappe (statt Griffmulden) ist mehr als unpraktisch. An solchen und anderen Ausführungsdetails (Kofferraumabdeckung, Klappsystem der Heckbank) merkt man die kleinen Abstriche, mit denen die Franzosen trotz ansonsten überkompletter Ausstattung einen sehr konkurrenzfähigen Preis zustande bringen.

Der getestete 407 SW 2.2 HDi kommt in der höchsten Ausstattungsvariante Premium serienmäßig u. a. mit sieben Airbags, ABS, ESP, ASR, Nebelscheinwerfern, Regen- und Reifendrucksensor, Einparkhilfe, Tempomat, Sitzheizung, Klimaautomatik, Lederlenkrad, Radio-CD-Wechsler, separat öffnender Heckscheibe und Alu-Flegen.

Als Extra u.a.: Metallic-Lack (464 Euro), Navi-Paket mit Telefon (2490 Euro), Soundsystem von JBL mit 10 Lautsprechern (655 Euro). Könnte übersichtlicher sein: Knopferl-Wiese in der Mittelkonsole. Nur zum Sterne-Schauen, nicht zum Öffnen: Das große GlasdachEbenfalls in dieser Klasse nicht selbstverständlich, aber (zumindest bei offener Kofferraum-Abdeckung praktisch): Die Heckscheibe des Peugeot 407 SW lässt sich mitsamt dem Scheibenwischer nach oben öffnen.


Peugeot 407 SW biturbo Heck
Foto: Peugeot
Praxis im Peugeot 407 SW 2.2 HDi

Motor/Antrieb (Note 2)
Plus: Drehfreudiger, sportlicher Diesel mit zwei sich ergänzenden Turboladern, daher volle Kraft auch von ganz unten heraus.
Minus: Stadt-Testverbrauch je nach Fahrstil mäßig bis eher durstig (9,9 l !).

Komfort (Note 3)
Plus: Wenig Windgeräusche bei flotter Fahrt; Fahrer- und Beifahrersitz mit gutem Seitenhalt.
Minus: Radio/Bordcomputer unübersichtlich; Rückbanksystem billig; Umlegemechanik unpraktisch.

Fahrverhalten (Note 2)
Plus: Leichtgängige Schaltung; neutrale Lenkung; gelungenes, komfortbetontes Fahrwerk.
Minus: Weich ausgelegte Hinterachse neigt in schnellen, holprigen Kurven zu leichten Versetzern.

Platz/Variabilität (Note 2)
Plus: Gut variierbares Ladesystem mit bis zu 1365 Liter; niedrige Ladekante; ausreichend Beinfreiheit.
Minus: Zu wenig griffbereite Ablagen vorn für Handy & Co.; Beinauflage und Kopffreiheit hinten schwach.

Messwerte (Note 2)
Topspeed: 221 km/h. Beschleunigung: von 0 bis 100 km/h in 9,0 Sekunden. Testverbrauch: 8,3 Liter auf 100 km. Preis (Peugeot 407 SW HDi): ab 34.050 Euro (inkl. aller Abgaben in Österreich; Testwagen mit Extras: 35.538 Euro)

Daten ab Werk

Motor
Common-Rail-Diesel, Reihen-Vierzylinder mit zwei Turboladern und Intercooler, 2179 ccm, 125 kW/170 PS bei 4000/min, 370 Nm bei 1750/min; Direkteinspritzung; Verdichtung 18:1.

Kraftübertragung
auf die Vorderräder, 6-Gang-Schaltgetriebe, Knüppelschaltung.

Fahrwerk und Karosserie
Kombi der Mittelkasse mit 5 Türen; selbsttragende Karosserie mit Hilfsrahmen; vorne Federbeine und doppelte Dreiecksquerlenker; hinten Mehrlenkerachse mit Dreiecks-, doppelten Quer- und Längslenkern, Schraubenfedern; vorne und hinten Kurvenstabilisator; Vierrad-Scheibenbremsen (vorne belüftet), ABS mit EBD, ESP, ASR; Handbremse auf Hinterräder; Zahnstangenlenkung mit Servo, Treibstofftank 66 Liter, Reifen 215/55 R 17, Felgen 7.0 J Leichtmetall.

Abmessungen und Gewichte
Länge 4765 mm, Breite 1810 mm, Höhe 1485 mm, ab 1675 kg, 12 Meter Wendekreis.

Verbrauch
auf 100 km (lt. Werk): städtisch 8,2, außerstädtisch 5,1, gesamt 6,2 Liter. Diesel.

< Zurück zu Alle Testautos

© Ein Testbericht von Pkwtest Online-Magazin (10-04-07) – Feedback und Anfragen bitte an tubbs(at)pkwtest.com