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Opel selbst gibt zu, dass der Zafira mit seinem flexiblen Raumkonzept für bis zu 7 Personen im Format eines etwas höheren Kombi ein Stück Rückgrat für den zuletzt eher angeschlagenen Konzern ist. Umso mehr schmerzte es, dass Renaults Scenic den Deutschen als Platzhirsch im Feld der Kompakt-Vans ablöste. Diese Position will man jetzt zurückerobern, und die Chancen stehen gut.
Opels Designer haben ihre Messer gewetzt und dem Zafira jenes sportlich gelungene, kantige Profil verpasst, das auch den jüngsten Astra zum aktuellen Bestseller unter den Kompakten macht.
Das Raumkonzept mit der vollversenkbaren dritten Sitzreihe, in die man dank ausgereifter Mechanik auch als Unsportlicher einsteigen kann. Die Möglichkeit, all das zusammen mit der zweiten Reihe zu einer ebenen Ladefläche umzuklappen, die über eine niedrige Ladekante ein Kofferraumvolumen zwischen 645 und 1820 Liter ermöglicht, ist beeindruckend. Das Fahrwerk bereitet für ein Auto dieser Größe (Länge 446,7 cm, Breite 202,6 cm, Höhe 164,5 cm) erstaunlich viel Fahrspaß. Als "Kompaktvan" (man sehe sich zum Vergleich den Fiat Multipla an) kann man ihn allerdings mit diesen Maßen nicht mehr durchgehen lassen.
Die 5- und 6-Gang-Schaltgetriebe sind gut abgestimmt und auch die Automatik reagiert (im zuschaltbaren Sportmodus, der auch das Fahrwerk etwas strafft) sehr flott. Windgeräusche gibt es fasst keine, dafür aber das Abrollgeräusch der Reifen.
Kleine Kritikpunkte: Die Kopfstützen sind nur höhenverstellbar. Bei den Ablagen in der ersten Reihe glänzt der Zafira nicht besonders, die höher gelegte Schaltung nimmt in der Mittelkonsole ordentlich Platz weg und die Türfächer sind sehr klein. Der Aschenbecher ist vor der unnötig massiven Handbremse so angebracht, dass man garantiert danebenascht. Aber man soll ja auch beim Fahren nicht rauchen.
Die Verarbeitung des neuen Opel den es in den Modell-Varianten Zafira, Edition, Sport und Cosmo gibt, ist sehr gut. Als feines Extra gibt es um 1700 Euro ein Glaspanorama-Dach, das zwar 35 Kilo extra wiegt, aber neben einem Haufen Decken-Ablagefächern auch noch ein formgebendes Stilmittel der Außenkarsosserie ist.
Den billigsten Benziner gibt es in Österreich um 20.990 Euro, die Dieselklasse beginnt bei 23.190 Euro. Das Topmodell mit 200 PS kostet 31.730 Euro. Und später wurde der Zafira OPC mit 240 PS nachgereicht.
Die Motoren
BENZINER: 1.6 Twinport: 4 Zylinder 16 Ventile, 1598 ccm, 77 kW/105 PS bei 6000/min, 150 Nm bei 3900/min, 0-100 km/h in 13,6 sec, Höchstgeschwindigkeit 176 km/h, Verbrauch (städtisch/außerstädtisch/gesamt): 9,2/5,9/7,1 Liter.
2.2 direct: 4 Zylinder 16 Ventile, 2198 ccm, 110 kW/150 PS bei 5600/min, 215 Nm bei 4000/min, 0-100 km/h in 10,6 sec, Höchstgeschwindigkeit 200 km/h, Verbrauch (städtisch/außerstädtisch/gesamt): 11,3/6,4/8,2 Liter.
2.0 Turbo: 4 Zylinder 16 Ventile, 1998 ccm, 147 kW/200 PS bei 5400/min, 262 Nm bei 4200/min, 0-100 km/h in 9,1 sec, Höchstgeschwindigkeit 222 km/h, Verbrauch (städtisch/außerstädtisch/gesamt): 13,3/7,3/9,5 Liter.
DIESEL: 1.9 CDTI: 4 Zylinder, Common Rail mit Turbo, 1910 ccm, 74 kW/100 PS bei 3500/min, 260 Nm bei 1700/min, 0-100 km/h in 14,0 sec, Höchstgeschwindigkeit 175 km/h, Verbrauch (städtisch/außerstädtisch/gesamt): 7,7/5,2/6,1 Liter.
1.9 CDTI: 4 Zylinder, Common Rail mit Turbolader und Ladeluftkühler, 1910 ccm, 88 kW/120 PS bei 3500/min, 280 Nm bei 2000/min, 0-100 km/h in 12,6 sec, Höchstgeschwindigkeit 186 km/h, Verbrauch (städtisch/außerstädtisch/gesamt): 7,7/5,2/6,1 Liter.
1.9 CDTI: 4 Zylinder, Common Rail mit Turbolader und Ladeluftkühler, 1910 ccm, 110 kW/150 PS bei 4000/min, 320 Nm bei 2000/min, 0-100 km/h in 10,5 sec, Höchstgeschwindigkeit 202 km/h, Verbrauch (städtisch/außerstädtisch/gesamt): 7,8/5,3/6,2 Liter.
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