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Mitsubishi Outlander Dauertest: Berg- und Talprofi

12.000 Kilometer zwischen rutschigen Forststraßen und städtischem Parkplatzrangieren werfen ein sehr genaues Bild auf den japanischen (Fast-)Alleskönner.



Mitsubishi Outlander im Forsteinsatz Front
Picture by T. Micke

Stattliche 12.000 Kilometer hatte unser sommerliches Dauertest-Auto, ein Mitsubishi Outlander 2.2DI-D, wie berichtet zwischen einer Almhütte in Kärnten und der Großstadt Wien zu bewältigen. Nicht nur ein Kontrastprogramm was die Entfernung betrifft, sondern vor allem auch, was den geforderten Einsatzbereich angeht: Hier die City-Staus, Einparken auf engstem Raum sowie Autobahnfahrten auf denen gute Straßenlage und Langstreckentauglichkeit gefordert sind. Dort eine Herde von 80 Kühen, die nur über einen steilen, oft ausgewaschenen Schotterweg auf der Hochalm mit Viehsalz versorgt und im Zaun gehalten werden kann. Außerdem Anhängerbetrieb um Schweine zu transportieren. Und Allradbetrieb mit Sperrdifferential um bei Unwettern auf losem, schlammigem Untergrund nicht hängen zu bleiben.

Mitsubishi Outlander Instyle 2.2 DiD Cockpit
Picture by T. Micke

Seit unserem Zwischenbericht im August hat sich unser Eindruck nämlich, dass der Outlander diesem Spagat hervorragend gewachsen ist, wenn es nicht wirklich in den Offroad-Bereich geht nicht sehr geändert. Vor allem die niedrige, völlig ebene Ladeluke und das gute Fahrwerk samt präzisem 6-Gang-Getriebe und solidem 156-PS-Diesel überzeugten.

Machte sich noch bis ca. Kilometer 4000 immer ein etwas angebrannter Geruch (vom Hinterachsdifferential) breit, wenn der Allrad auf der bergigen Schotterstraße richtig zu arbeiten begann, so hat sich diese Nebenerscheinung inzwischen gelegt. Dafür durften wir aus einem anderen Grund Bekanntschaft mit Mitsubishis drei Jahre lang kostenloser Pannenhilfe MAP (Mitsubishi Assistance Paket) machen: Ein Fehler in der Bordsoftware legte zweimal unvermutet das Motormanagement lahm und vergatterte den Outlander auf der Autobahn zu turbolosem Schonbetrieb mit ca. 80 km/h. Mit der neu aufgespielten Software lief der Wagen dann aber bis zum Ende unseres Tests einwandfrei. Und der Pannendienst beeindruckte bei der Gelegenheit durch besondere Schnelligkeit (ca. 15 Minuten Wartezeit).

Alles in allem: Auch dank Mitsubishis bekannter Allradkompetenz das richtige Fahrzeug für jene, die Stadt und Land (und womöglich den Transport von bis zu sechs Passagieren) verbinden müssen.

Und wenn Sie diesen Test jetzt brav bis hierher zuende gelesen haben, belohnen wird noch mit einem Spezialvideo: Eine echte Sauerei, wie wir unseren Dauertester in die Mangel nahmen...


Mitsubishi Outlander Instyle 2.2 DiD Heck
Picture by T. Micke
Praxis im Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D Instyle

Motor/Antrieb (Note 1)
Plus: Gut abgestimmter Diesel, der bis zu 7 Passagiere (und zwei Schweine im Anhänger) auch auf steiler Straße souverän befördert.
Minus: Der Verbrauch steigt bei Volllast naturgemäß deutlich an.

Komfort (Note 2)
Plus: Langstreckentaugliche Sitze (verstellbar auch in zweiter Reihe); gut bedienbares Navi-System; tolles Soundsystem von Rockford.
Minus: Zu viel Gepiepse als Warnhinweis für alles und jedes.

Fahrverhalten (Note 2)
Plus: Fahrwerksabstimmung für einen SUV mit 1735 kg sehr gut gelungen: eher straff, dennoch komfortabel.
Minus: Fahrwerk neigt im Grenzbereich dazu über die Vorderräder aus der Kurve zu schieben.

Platz/Variabilität (Note 1)
Plus: Die horizontal geteilte Heckklappe ermöglicht schwere Ladung (bis 670 kg); sehr gute Kopffreiheit in ersten zwei Reihen.
Minus: Dritte ausklappbare Sitzreihe nur als Notlösung für zwei Erwachsene.

Messwerte (Note 1)
Topspeed: 200 km/h. Beschleunigung: von 0 bis 100 km/h in 9,9 Sekunden. Testverbrauch: 9,2 Liter auf 100 km. Preis: 42.190 Euro; Test-Version "Instyle" mit Metallic-Lack um 520 Euro - inkl. aller Abgaben in Österreich)

Daten ab Werk

Motor
Reihenvierzylinder mit Turbodiesel, Intercooler und Dieselpartikelfilter, Hubraum 2179 ccm; maximale Leistung 115 kW/156 PS bei 4000/min., maximales Drehmoment 380 Nm bei 2000/min.; Direkteinspritzung.

Kraftübertragung
auf die Vorderräder; variabler Allradantrieb zuschaltbar; zentrales Differential sperrbar; Selchsgang-Schaltgetriebe; Knüppelschaltung

Fahrwerk und Karosserie
SUV mit zuschaltbarem Allradantrieb; selbsttragende Karosserie mit Hilfsrahmen; vorne Federbeine, Dreiecksquerlenker, hinten Längslenker, doppelte Querlenker, vorn und hinten Kurvenstabilisator, Schraubenfedern; vorne und hinten Scheibenbremsen; ABS, ESP und EBD, Handbremse auf die Hinterräder; Reifen 215/70 R 16, Felgen 6.5 J.

Abmessungen und Gewicht
Länge/Breite/Höhe in mm: 4640/1800/1720; Eigengewicht: ab 1735 kg; Wendekreis: 10,6 Meter; Tankinhalt: 60 Liter.

Verbrauch
auf 100 km (lt. Werk): städtisch 9,6, außerstädtisch 6,0, gesamt 7,3 Liter; Diesel.

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© Ein Testbericht von Pkwtest Online-Magazin (28-10-08) – Feedback und Anfragen bitte an tubbs(at)pkwtest.com