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Der Autozirkus ist gut gefüllt mit diversen Stadt- und Zweitwagen-Flöhen. Und in keinem anderen Segment wird so knapp kalkuliert und so hart gekämpft wie bei diesen Allerkleinsten. Der neue Kia Picanto mischt hier seit vergangenem Mai kräftig und erfolgreich mit. Zum einen liegt das am gelungenen sportlich-kantigen Design sowie an der Preiskalkulation mit sieben Jahren Garantie, die für das Basismodell (mit fünf Türen) bei 9390 Euro beginnt und weiter oben mit üppigen Ausstattungen glänzt.
Zum anderen haben Kias "Innenarchitekten" sehr geschickt den vorhandenen Platz auf 3,6 Meter Länge verteilt. Das ansprechende Raumangebot auch in der zweiten Reihe hat nur ein Manko: Die Rückbank (2:3 umlegbar) ist unangenehm und unnötig schräg montiert, sodass man bei längerer Fahrt nicht ergonomisch sitzen kann.
Das Fahrwerk ist eher auf Komfort ausgelegt, der 85-PS-Benziner ist mit der Fünfgang-Schaltung durchaus spritzig zu fahren, da der Picanto gerade einmal 900 Kilo wiegt. Erfreuliches Detail: Der Kleine ist mit einer spritsparenden Schaltpunkt-Anzeige ausgestattet. Der Picanto könnte seinen Flitzer-Charme allerdings noch besser spielen lassen, wenn man - zumindest in den höheren Ausstattungsvarianten - etwas mehr auf die eher billig wirkende Kunststoff-Anmutung Wert legen würde.
Üppige Serienausstattung im Testfahrzeug "Active" u. a.: sechs Airbags, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, Klimaanlage, Lichtsensor, Sitz- und Lenkradheizung, CD-Radio mit Bluetooth.
Als Extra: Metallic-Lack (um 300 Euro).
Praxis im Kia Picanto 1.2 Active
Motor/Antrieb (Note 2)
Plus: Die stärkste Motorisierung für den Picanto ist wegen des geringen Gesamtgewichts auch recht spritzig zu fahren.
Minus: Die Lärmdämmung (Motor, Wind) ist verbesserbar; der Rückwärtsgang hakt gelegentlich beim Einlegen.
Komfort (Note 2,5)
Plus: Übersichtliches und schnörkelloses Cockpit; gute Sitze vorne.
Minus: Viel billig wirkendes Hartplastik; Ablagen ohne Antirutschbelag; leider ist die hintere Rückbank (unnötig) schräg angebracht, ist bei längeren Fahrten unangenehm.
Fahrverhalten (Note 2)
Plus: Dank des vergrößerten Radstands wenig "Gehüpfe" (trotz Floh-Status); Fahrwerk ist ein recht gelungener komfortabler Kompromiss.
Minus: Lenkung könnte direkter sein; Servo extrem leichtgängig; Dauerwischer an Heckscheibe störend.
Platz/Variabilität (Note 2)
Plus: Kopf und Beinfreiheit vorne und hinten für einen solchen Zwerg sehr gelungen; Kofferraumklappe öffnet angenehm weit; zweite Ladeebene mit kleinen Fächern unter Ladeboden.
Minus: Kofferraum-Kante ist eher hoch.
Messwerte (Note 2)
Topspeed: 167 km/h. Beschleunigung: von 0 bis 100 km/h in 12,2 Sekunden. Testverbrauch: 6,2 Liter auf 100 km. Preis: ab 13.590 Euro (Ausstattungsvariante "Active"; inkl. aller Abgaben in Österreich)
Daten ab Werk
Motor
Vierzylinder in Reihe, Hubraum 1248 ccm; max. Leistung 63 kW/85 PS bei 6000/min., max. Drehmoment 121 Nm bei 4000/min; Verdichtung 10,5:1; CO2: 114 g/km.
Kraftübertragung
auf die Vorderräder; Fünfgang-Schaltgetriebe; Knüppelschaltung.
Fahrwerk und Karosserie
fünftüriger Kompakt-Pkw; selbsttragende Karosserie mit Hilfsrahmen, vorne Federbeine, Querlenker, hinten Verbundlenkerachse, v. u. hi. Schraubenfedern, vorne Kurvenstabilisator; ABS und ESP, v. u. hi. Scheibenbremsen, Handfeststellbremse auf die Hinterräder; Reifen 175/50 R 15; Felgen 5.5 J.
Abmessungen und Gewicht
Länge/Breite/Höhe in mm: 3595/1595/1420; Eigengewicht: ab 905 kg; Wendekreis: 9,8 Meter; Tankinhalt: 35 Liter.
Verbrauch
auf 100 km (laut Werk) städtisch/überland/gesamt: 6,8/4,7/5,5 Liter.
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