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Kia Magentis: Sänfte mit sechs Dienern

Eine V6-Limosine, die es zum Diskontpreis gibt, im Test



Kia Magentis V6 Limousine Front
Foto: Kia

Luxus ist bei Autos eine Frage der Definition. Der eine sieht den Luxus im etablierten Markennamen und im standesgemäß hohen Kaufpreis. Für den Zweiten ist es ein Gefühl, das sich über das satte Schließgeräusch der Türen und die Auswahl feiner Innen-Materialien definiert. Für den Dritten ist Luxus die Summe aller inkludierten Extras von Lederausstattung bis Sitzheizung.

Kunden-Kategorie eins kann Kias Magentis, zumindest im konservativen Europa-Markt, nicht bedienen. Gruppe zwei wird den Wolf im Schafspelz aus Fernost kritisch unter die Lupe nehmen. Und Gruppe drei wird begeistert sein vom Kampfpreis-Leistungsverhältnis (25.980 Euro!), mit dem die koreanische Limousine aufwartet.

Die getestete Topversion mit 6-Zylinder-Motor und 168 PS fährt sich sänftenartig wie ein Amerikaner und ist auch ausschließlich mit Automatik erhältlich. Diese kann man allerdings dank H-Matik auch elegant und beinahe ruckfrei händisch schalten. Die Serien-Ausstattung lässt wenig Wünsche offen: ABS, Traktionskontrolle, vier Airbags, Klimaautomatik, Alarmanlage, elektr. verstellbarer Fahrersitz, Lederausstattung, Sitzheizung, Holz-Applikationen,Tempomat, elektr. Fensterheber u. v. m.

Kia Magentis V6 Limousine Cockpit
Foto: Kia

Antischleuderprogramm, Kopf-Airbags und Regensensor gibts leider ausstattungsmäßig auch nicht gegen Aufpreis. Um 1600 Euro als Extra erhältlich ist dafür ein im Radio integriertes Navigationssystem mit Stauwarner.

Praxis im Kia Magentis

Motor (Note 2)
Plus: Der 6-Zylinder bringt die üppigen 1485 Kilo erstaunlich flott in Schwung (besonders im manuellen Schaltmodus).
Minus: Speziell im Automatik-Modus kreischt der Motor bei hoher Drehzahl für einen Wagen dieser Klasse unelegant laut..

Komfort (Note 2)
Plus: H-Matik zum manuellen, beinahe ruckfreien Schalten der Automatik ist sehr gut gelungen.
Minus: Ledersitze bieten zu wenig Durchlüftung (man schwitzt schnell am Rücken), billig wirkende Plastik-Schalter.

Fahrverhalten (Note 3)
Plus: Weiches Fahrwerk auf Reisen komfortabel, dank Traktionskontrolle gutmütiges Verhalten bei Lastwechseln.
Minus: Fahrwerk könnte straffer sein (schaukelt zu viel!), Servolenkung etwas zu leichtgängig für schnelle Autobahn-Kurven.

Platzangebot (Note 2)
Plus: Ausreichendes Reise-Raumangebot für vier Erwachsene, genügend Ablageflächen und Getränkehalter, Rücksitzbank (60:40) umlegbar.
Minus: Kein rutschfester Belag in den meisten Ablagen, Brillenfach zu klein für normale Brillen.

Messwerte (Note 2)
Topspeed: 209 km/h; Beschleunigung: von 0 bis 100 km/h in 8,5 Sekunden; Testverbrauch: 11,1 Liter auf 100 km; Preis: (Kia Magentis 2.5 V6 SE Automatik): 25.980 Euro (inkl. NOVA).


Daten ab Werk

Motor
6 Zylinder in V 60 Grad, 2493 ccm, 124 kW/168 PS bei 6000/min, 230 Nm bei 4000/min, vier Ventile pro Zylinder, 2 x 2 obenliegende Nockenwellen, Leichtmetall-Motorblock und-Zylinderköpfe, vierfach gelagerte Kurbelwelle.

Kraftübertragung
auf die Vorderräder, 4-Stufen-Automatik-Getriebe.

Fahrgestell
selbsttragende Karosserie; vorne Federbeine und Dreiecksquerlenker, hinten Mehrlenkerachse mit Längs-, Quer- und Schräglenkern; vorn und hinten Kurvenstabilisatoren, Schraubenfedern und Teleskopdämpfer.

Abmessungen und Gewichte
Radstand 2580 mm, Länge 4205 mm, Breite 1765 mm, Höhe 1420 mm, ab 1480 kg, maximal zulässig 1985 kg, 10,7 Meter Wendekreis.

Verbrauch
auf 100 km (lt. Werk): städtisch 13,3, außerstädtisch 7, gesamt 9,3 Liter. 91 Oktan.

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© Ein Testbericht von Pkwtest Online-Magazin (07-10-03) – Feedback und Anfragen bitte an tubbs(at)pkwtest.com