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Honda CR-Z Hybrid 1.5i-VTEC GT: Auch Spaß darf sein

Mit Hilfe eines Elektroantriebs zwischen Sparphase und Fahrspaß wechseln



Honda CR-Z Hybrid 1.5i-VTEC GT Front
Picture by Honda

Ein Hybrid-Antrieb, also die Mitverwendung eines E-Motors, kann einem Auto ganz unterschiedliche Eigenschaften verleihen. In den schweren SUV-Brummern bedeutet es vor allem eine Spritreduktion auf ein etwas akzeptableres Niveau. Bei Vollhybrid-Modellen, bei denen das E-Aggregat das Auto auch für kurze Zeit allein betreiben kann, spricht man konsequente Spritsparer (mit Real-Verbrauchswerten von oft unter 5 l) an. Es gibt aber noch eine andere Liga der Hybrid-Fans, die sportlichen Fahrer.

Das Zuschalten eines E-Motors erhöht Start-Beschleunigung und Fahrspaß. In diese Kundennische stößt Hondas CR-Z. Schon optisch ist klar, dass es hier in erster Linie nicht um "Segeln in der 6." oder Rekord-Kilometerleistungen geht.

Zwei Erwachsene mit reichlich Reisegepäck haben in Hondas neuem Sport-Coupé Platz. Es darf also Spaß machen, diesen kleinen Hybrid-Flitzer zu fahren. Das unterstreicht auch die eingebaute wirklich spacige "Lichtorgel" im Armaturenbrett: Drückt man auf die Sporttaste erstrahlen die Instrumente in bissigem 3-D-Rot, der Motor reagiert nervöser aufs Gaspedal, und die Lenkung wird steifer.

Sollte aber gerade nicht "Mädchen-Beeindrucken" auf dem Programm stehen, kann man - ebenfalls auf Knopfdruck - auch in Grün das volle Hybrid-Sparprogramm samt digitaler Blümchen-Belohnung fahren, das bereits aus Hondas Insight bekannt ist.

Wir haben uns absichtlich keine besondere Mühe gegeben, den Spritverbrauch zu drücken: auf der Bergstraße mit Sportmodus in flotter Gangart, bei der stressigen Stadtfahrt in der Stellung "normal", und wenn keine Eile geboten war, mit der "Econ"-Taste (auch im Stau), die sparsames Umgehen mit dem Gas erleichtert. Das ergab durchaus sehenswerte 6,6 Liter.

Honda CR-Z Hybrid 1.5i-VTEC GT Cockpit
Picture by Honda

Wenn man mit der speziellen Funktionsweise des Start/Stopp-Systems vertraut ist, ist freilich noch mehr drinnen: Der Motor lässt sich schon frühzeitig, noch bei 25 km/h mit dezentem Bremsen zum Abschalten bringen, will man der rot werdenden Ampel entgegenrollen.

Unangenehm fiel nur auf, dass die Kupplung wirklich immer voll durchgetreten werden will. Mehrmals blieb dem CR-Z mitten auf der Kreuzung die Spucke weg. Aber in einem Hybrid muss man seine Fahrweise sowieso "renovieren".

Serienmäßig in der getesteten Top-Austattung GT u. a.: sechs Airbags, ABS und ESP, Xenonlicht, Licht- und Regensensor, Alarmanlage, ISOFIX, Tempomat, Bluetooth, Klima, Sitzheizung.


Honda CR-Z Hybrid 1.5i-VTEC GT Heck
Picture by Honda
Praxis im Honda CR-Z Hybrid 1.5i-VTEC GT

Motor/Antrieb (Note 2)
Plus: Gelungener Mild-Hybrid; Motor reagiert bei Start/Stopp schnell und leise; sparsam und auch sportlich zu fahren; präzise Sechsgangschaltung.
Minus: Damit Start/Stopp funktioniert, ist präzises Auskuppeln nötig, sonst steht man ohne Leistung da.

Komfort (Note 2)
Plus: Gute Sportsitze; hochwertiges Ambiente, spannendes Cockpit-Design; feines Soundsystem im GT.
Minus: Eher starke Windgeräusche auf Autobahn; Bord-PC, Navi etwas umständlich; Zugang zu 2. Reihe (Sitzsystem) vor allem auf Fahrerseite mühsam.

Fahrverhalten (Note 2)
Plus: Ausgewogenes, nicht zu hartes Fahrwerk; Umschalten zw. Fahrmodi (Eco/Sport) per Knopfdruck funktioniert gut; Lenkung präzise; Sportlenkrad fein.
Minus: Schlechte Rundumsicht wg. geteiltem Heckfenster und viel Blech im Bereich der C-Säule.

Platz/Variabilität (Note 2)
Plus: Gute Sitzverhältnisse vorn; reichlich Ablagen, Fächer; recht geräumiger, gut nutzbarer Kofferraum (215 l); Rückbank umlegbar für 583 Liter Ladung.
Minus: Ladekante sehr hoch; zweite Reihe wirklich nur im Notfall und gebückt benützbar.

Messwerte (Note 1,5)
Topspeed: 200 km/h. Beschleunigung: von 0 bis 100 km/h in 9,9 Sekunden. Testverbrauch: 6,6 Liter auf 100 km. Preis: 25.390 Euro; Test-Version mit den Extras Panoramaglasdach, Leder, Navigationssystem, Metalic-Lack: 29.890 Euro (inkl. aller Abgaben in Österreich)

Daten ab Werk

Benzinmotor: Vierzylinder in Reihe, 1497 ccm; 84 kW/114 PS bei 6100/min. (gesamt 91 kW/124 PS, 174 Nm), 145 Nm bei 4800/min; Verdichtung 10,4:1; CO2: 117 g/km.
Elektromotor: 10 kW/14 PS bei 1500/min., 78 Nm bei 1000/min; 100,8 Volt Betriebsspannung, Ni-MH-Batterie.

Kraftübertragung
auf die Vorderräder; Sechsgang-Schaltgetriebe; Knüppelschaltung.

Fahrwerk und Karosserie
dreitüriges Coupé (2+2-Sitzer); selbsttragende Karosserie, vorne Federbeine, Dreiecksquerlenker, hinten Verbundlenkerachse, vorn und hinten Schraubenfedern; ABS und ESP, vorne und hinten Scheibenbremsen, Handfeststellbremse auf die Hinterräder; Reifen 195/55 R 16, Felgen 6.0 J.

Abmessungen und Gewicht
Länge/Breite/Höhe in mm: 4080/1740/1395; Eigengewicht: ab 1245 kg; Wendekreis: 10,8 Meter; Tankinhalt: 40 Liter.

Verbrauch
auf 100 km (laut Werk) städtisch/überland/gesamt: 6,1/4,4/5,0 Liter.

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© Ein Testbericht von Pkwtest Online-Magazin (16-11-10) – Feedback und Anfragen bitte an tubbs(at)pkwtest.com