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Ford Galaxy TDCI Ghia: Galaktisch gut

Ein wirklich guter Mini-Van mit echter, versenkbarer 3. Kindersitzreihe



Ford Galaxy Front
Foto: Ford

Da fällt die Entscheidung schwer zwischen dem Ford S-Max, der kürzlich an dieser Stelle getestet wurde und dem Galaxy, der gleichzeitig auf den Markt kam, auf gleichen Beinen mit gleichen Dieselmotoren werkelt, aber dem sportlicheren S-Max etwas mehr Innenleben entgegensetzt.

Bei beiden Fahrzeugen beeindruckte das Fahrwerk (Sportfahrwerk um 300 Euro Aufpreis), das auf immerhin rund 4,8 Meter Länge so gar nicht Bus-Gefühle aufkommen lassen wollte. Gemeinsam mit der recht direkten Lenkung und dem zügigen 140-PS-Diesel wirkten die Vans agil und in der Handhabung nicht annährend so groß wie speziell der Galaxy nun einmal ist. Immerhin hat er praktisch dieselben Ausmaße wie der bei uns so beliebte und vergleichsweise bieder wirkende Chrysler Voyager, wo sich Ford auch beim Preis nicht verstecken muss.

Ford Galaxy Cockpit
Foto: Ford

Kunden, denen neben reichlich Platz die sportliche Optik (oder ein 220-PS-Benziner unter der Haube) wichtig ist, werden zum S-Max greifen. Wer die dritte Sitzreihe wirklich für seine Kinder oder Kurzstrecken-Erwachsene braucht, sollte den Galaxy (ab 31.490 Euro in Österreich) wählen.

Die getestete Topversion Ghia bietet serienmäßig unter anderem: 3-Zonen-Klimautomatik, Regensensor, Tempomat am Lederlenkrad, eigene Lüftung und Beleuchtung in 2. und 3. Sitzreihe, beheizbare Vordersitze. Außerdem gibt es eine Dachkonsole, in der fünf (!) Staufächer (z.B. wenn die CD-Sammlung daheim keinen Platz mehr hat) untergebracht sind.

Als Extra zusätzlich: Xenon-Scheinwerfer (1030 Euro), kühlbare Vordersitze (480 Euro) und ein DVD-Multimedia-System mit Fernbedienung und 2 Monitoren in den vorderen Kopfstützen (2470 Euro).


Ford Galaxy Heck
Foto: Ford
Praxis im Ford Galaxy 2.0 Duratorq TDCI Ghia

Motor/Antrieb (Note 2)
Plus: Sehr sparsamer, durchzugsstarker Dieselmotor mit reichlich Leistung.
Minus: Kleines Drehmoment-Loch im untersten Drehzahlbereich, folglich könnte die Abstimmung der Schaltung besser sein.

Komfort (Note 2)
Plus: Feine Innenmaterialien (Version Ghia), leicht bedienbar Bordcomputer, Sitze mit Kühlfunktion.
Minus: Selbsttätiger Ausstieg aus 3. Sitzreihe schwer. Autom. abblendender Rückspiegel nicht abschaltbar.

Fahrverhalten (Note 1)
Plus: Gute Fahrwerksabstimmung für Mini-Van: Sportfahrwerk (Extra) angenehm straff, aber bei langen Reisen komfortabel; saubere 6-Gang-Schaltung. Breite A-Säule gut gelöst: Mehr Übersicht durch Spaltfenster.

Platz/Variabilität (Note 1)
Plus: Echte 3. Sitzreihe für Kinder (allerdings ohne Beinauflage) mit viel Kopfraum. Gut einstellbar mit 2. Reihe, sodass auch Erwachsene notfalls Platz finden.
Minus: Nur einseitiger Heckklappen-Innengriff

Messwerte (Note 1)
Topspeed: 193 km/h. Beschleunigung: von 0 bis 100 km/h in 10,5 Sekunden. Testverbrauch: 7,8 Liter auf 100 km. Preis (Ford Galaxy 2.0 Duratorq TDCI Ghia): 35.330 Euro (inkl. aller Abgaben); Testauto mit Extras: 45.170 Euro

Daten ab Werk

Motor
Common-Rail-Diesel mit DPF, Reihen-Vierzylinder mit Turbolader, 1997 ccm, 103 kW/140 PS bei 4000/min, 320 Nm bei 1750/min, vier Ventile pro Zylinder, obenliegende Nockenwelle, Aluminium-Zylinderkopf.

Kraftübertragung
auf die Vorderräder, 6-Gang-Schaltgereibe

Fahrgestell
selbsttragende Karosserie; vorne Federbeine und Dreiecksquerlenker; hinten Multilink-Einzelradaufhängung als Schwertlenkerachse mit Hilfsrahmen, vorn und hinten Kurvenstabilisator und Gasdruckdämpfer.

Fahrwerk
Vierrad-Scheibenbremsen, ABS, ESP und Antischlupfregelung (ASR); Handbremse auf Hinterräder; Zahnstangenlenkung mit Servo, Treibstofftank 70 Liter, Reifen 215/60 R 16, Felgen 6,5 J.

Abmessungen und Gewichte
Radstand 2850 mm, Länge 4820 mm, Breite 2154 mm, Höhe 1807 mm, ab 1731 kg 11,6 Meter Wendekreis.

Verbrauch
auf 100 km (lt. Werk): städtisch 8,2, außerstädtisch 5,5, gesamt 6,5 Liter. Diesel.

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© Ein Testbericht von Pkwtest Online-Magazin (01-01-07) – Feedback und Anfragen bitte an tubbs(at)pkwtest.com