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Parklenk-Assisten PPA: Tischlein deck' Dich!

Noch vor einem Jahr in der absoluten Versuchsphase bei der DARPA-Challenge und heute schon Realität. Der Fahrzeuglenker staunt über das selbstlenkende Auto.



Junior, das Fahrzeug von Stanford und VW vor drei bemannten Begleitfahrzeugen
Picture by T. Micke

Es war im November 2007 – was zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Zeilen noch kein Jahr her ist – da konnten wir in der amerikanischen Mojawe-Wüste sehen, wie Autos mit allerlei Sensoren auf dem Dach und kofferraumfüllenden Bordcomputern ihren Weg durch eine Geisterstadt fanden (oder eben nicht). Es mussten Vorrang-Regeln und Tempolimits beachtet werden, sowie kompliziertere Manöver wie das Erkennen, ob man im Stau in einer Kolonne steht oder hinter einem parkenden Auto. Die Ergebnisse waren – vor allem im Fall des von und mit VW fahrenden Stanford-Teams – ziemlich beeindruckend. Jetzt hatten wir erstmals das Vergnügen einen selbstlenkenden Einparkassistenten (als Extra unter anderem im Skoda Superb erhältlich)

Der Parklenkassistent PPA macht das Manövrieren des Fahrers beim Einparken überflüssig. Alles, was man zu tun braucht, ist den Sekundanten per Knopfdruck zu aktivieren, mittels Blinker anzuzeigen auf welcher Straßenseite (bei Einbahn) man einzuparken wünscht und mit maximal 30 km/h an einer Parklücke vorbeizurollen. Die erweiterten Sensoren erkennen von alleine, ob eine Parklücke groß genug ist, weisen den Fahrer daraufhin, wann er stehenzubleiben und den Rückwärtsgang einzulegen hat, und der Rest geht wie von Geisterhand allein: Das Lenkrad dreht sich hin und her, das Auto rollt präzise in die Parklücke und der Fahrer muss nur noch mithilfe des Abstandsmessers gefühlvoll Gas und Bremse bedienen. Mit etwas Übung bekommen die restlichen Verkehrsteilnehmer nichts von dem ungewöhnlichen Vorgang mit.

Skoda Superb Elegance TDI Cockpit
Picture by Skoda

Es wurde aber bei einem guten Dutzend Einparkversuche auch klar, warum VW (und andere Autohersteller) die Kontrolle und die Entscheidung über Gas und Bremse dem Lenker weiterhin überlassen wird: Einmal stand das Auto nach beendetem Parkvorgang mit den Innenrädern auf dem (leicht abgeschrägten) Gehsteigrand, ein andermal hätte das Auto einen in der Lücke stehenden Motorroller übersehen. Es geht dabei vor allem um die Haftung. Würde das Auto mehr können, dann könnten Geschädigte nach einem Unfall den Hersteller haftbar machen.

Was bleibt, ist eine gelungene Hilfestellung, die Lenkern, die im Stadtverkehr Probleme beim richtigen Anvisieren der Parklücke haben, unterstützt. Und ein sehr erfolgreicher Alufelgen-Schoner: So schön und berührungsfrei (mit nicht einmal vier Zentimeter Abstand zur Gehsteigkante) sind wir selten in einer Parklücke gestanden...

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© Ein Testbericht von Pkwtest Online-Magazin (21-10-08) – Feedback und Anfragen bitte an tubbs(at)pkwtest.com