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Chrysler Crossfire SRT-6: Raubritter

335 PS in der "aufgemotzten" Version dieses serienmäßigen "Muscle-Cars" verleihen beinahe Flügel und begeistern – auch die Reifenhändler.



Chrysler Crossfire SRT-6 Front
Foto: Chrysler

Einer der schönsten reinrassig-zweisitzigen Sportwagen auf dem Automobil-Markt ist jetzt – dank Kompressor und Fein-Tuning – mit 117 PS mehr erhältlich. Um keine Zweifel offen zu lassen, welch wirklich kompromissloses Kraftpaket dort unter der edlen Stahlrüstung des in Deutschland gebauten Raubritters lauert, ist beim Crossfire SRT-6 der Heckspoiler im Gegensatz zur "schwachen" 218-PS-Normaloversion (wo er bei Bedarf automatisch ausfährt) fix montiert (was den an sich schon eingeschränkten Blick durch den Rückspiegel nicht gerade verbessert).


Chrysler Crossfire SRT-6 Cockpit
Foto: Chrysler
Praxis im Chrysler Crossfire SRT-6 Coupé

246 kW/335 PS bei 6100/min, 420 Nm bei 3500/min, 5-Stufen-Automatik, 255 km/h, 0 - 100 km/h in 5,3 Sekunden, Mix-Verbrauch: 11,0 l/100 km; Preis (in Österreich): 60.300 Euro

Fahrverhalten (Note 2)
Hervorragendes Handling in schnellen Kurven. Die Lenkung könnte allerdings etwas direkter sein. Dass der Hecktriebler trotz Antischlupfregelung bei unsensiblem Gasgeben vor allem in Kurven immer etwas ausbricht, geht auf die Dauer auf die Reifen und sollte nicht sein.

Motor/Antrieb (Note 1)
Ein richtiges Monster-Aggregat (dasselbe wie im Mercedes SLK) lauert unter dieser Motorhaube: Kerniges Gebrüll begleitet mittelsanfte und heftige Tritte aufs Gas, die für ein Automatikgetriebe sehr schnell umgesetzt werden. Dass es extrem schwer fällt (schon wegen der Akkustik), dieses Auto sanftmütig zu fahren, schlägt sich allerdings im Verbrauch nieder.

Chrysler Crossfire SRT-6 Heck
Foto: Chrysler


Komfort (Note 2)
Sehr hart abgestimmt. Dennoch hoch komfortable Sportsitze mit sehr gutem Seitenhalt, aber geringer Beinauflage.

Platz/Variabilität (Note 2)
Für einen Zweisitzer sehr gut nützbarer Kofferraum (215 Liter). Ausreichend Ablagen (auch für CDs). Bei einem so auffälligen Auto mit vielen Bewunderern sollte aber die Kofferraumabdeckung seriell und nicht als Extra (in Österreich 360 Euro) zu haben sein.

Basis-Ausstattung (Note 2)
Inklusive: Alarmanlage, Klimaanlage, CD-Radio (gute Qualität), elektrisch verstell- und beheizbare Sitze, Tempomat und vieles mehr, aber leider keine seperate Leselampe für den Beifahrer und kein Bordcomputer der z.B. den Verbrauch anzeigt. Als Extra: Navigation (in Österreich 1810 Euro) und Metallic-Lack. Die Crossfire-Version SRT-6 gibt es nur mit Automatik, dafür aber gegen Aufpreis als Cabrio mit Stoffdach.

Verarbeitung (Note 2)
Gut verarbeitet, Mittelkonsole mit silbrigen, spärlich beschrifteten Plastikwippen wirkt für die Preisklasse etwas billig.

Sicherheit (Note 2)
ABS (mit Bremsassistent), ASR (Antischlupfregelung), ESP, (nur) zwei Airbags, Seitenaufprallschutz in Türen.


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© Ein Testbericht von Pkwtest Online-Magazin (08-11-05) – Feedback und Anfragen bitte an tubbs(at)pkwtest.com