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BMW 1975 lief der erste bayrische 3er vom Band. In seiner Rolle als Kleinster wurde der Einsteiger-BMW nun nicht nur durch den 1er abgelöst, er ist auch mit 40 Prozent Verkaufsanteil das wichtigste Modell der Bayern. Schon längst kein Kücken mehr, sondern in der neuen, fünften Generation reifer denn je.
Bei aller Perfektion des Vorgängers, die noch weiter perfektioniert wurde, ist das wohl größte Kompliment, das man den Ingenieuren machen kann: Der 3er passt und fühlt sich schon beim ersten Einsteigen wie ein guter Laufschuh an, der einfach sitzt, beim Sprint genauso wie auf der Langstrecke Furore macht und seinem Besitzer Lust auf Sport vermittelt. Selbst ohne Stabilitäts- und Traktionskontrolle ist der Hecktriebler höchst berechenbar, schiebt auf der Test-Rennstrecke maximal leicht über die Vorderräder und ist, wenn das Heck dann doch irgendwann ausbricht, problemlos wieder einzufangen.
Unter den getesteten Motoren sticht der 320d heraus, weil er das derzeit stärkste Vierzylinder-Aggregat der Welt unter der Motorhaube werkeln hat (knapp gefolgt von Seat). In Verbindung mit dem bei allen neuen 3ern nun seriemäßigen 6-Gang-Schaltgetriebe ist es eine Freude, den Sport-Diesel über enge Bergstraßen zu prügeln. Einziger Fahrspaß-Abstrich im Vergleich zum 330i: Die Gänge beim Diesel sind naturgemäß kürzer übersetzt und lassen sich nicht so weit ausdrehen wie beim Benziner, weshalb man sich nicht einfach schaltfaul in der Dritten zurücklehnen kann.
Im Vergleich zum Vorgänger ist der neue 3er in fast allen Maßen ein bisserl größer, was sich in besserer Schulter- und Kniefreiheit auswirkt und den Kofferraum um 20 Liter auf 460 Liter wachsen läßt. Aus der Oberklasse hat man sich zur Aufwertung die Vorder- und Hinterachse geholt und bei den 6-Zylinder-Motoren wurde teilweise statt Aluminium das noch leichtere Magnesium als Werkstoff verarbeitet.
Die größte Kritik, die man neben etwas schwacher Kopffreiheit im Fond, wenig Ablagemöglichkeiten (z.B. für CDs, Sonnenbrillen, Handys) und nicht höhenverstellbaren Sicherheitsgurten anbringen kann, ist der Preis. Mit 28.500 Euro liegt der Einsteiger-318i (ab September in Österreich) nur noch haarscharf unter der 400.000-Schilling-Grenze.
Dafür sind für die bereits jetzt bestellbaren Motorisierungen ab dem 320i inklusive: 6 Airbags, Stabilitäts- und Traktionskontrolle, Klimaanlage, CD-Radio, Bordcomputer, Isofix-Verankerung. Serienmäßig beim Diesel ist außerdem der Partikelfilter.
Als Extras: Adaptives Kurvenlicht, 6-Stufen-Automatik-Getriebe (um ca. 2600 Euro), Navigationssystem mit i-Drive.
Das Österreich-Paket um (je nach bestelltem Modell) zwischen 2083 und 2446 Euro enthält ausstattungsmäßig unter anderem: Klimaautomatik, Skisack, Regensensor, Lederlenkrad, Nebelscheinwerfer, Abstandssensoren und Tempomat.
Die Motoren
BENZINER
318i: 4 Zylinder in Reihe; 1800 ccm, 95 kW/129 PS. Kommt erst im September 2005 (28.500 Euro inkl. Österreichpaket)
320i: 4 Zylinder in Reihe; 1995 ccm, 110 kW/150 PS bei 6200/min, 200 Nm bei 3600/min, 0 – 100 km/h in 9,0 sec, 220 km/h, Mix-Verbrauch: 7,4 Liter (91 Oktan), Preis: 30.900 Euro inkl. Österreichpaket
325i: 6 Zylinder in Reihe; 2497 ccm, 160 kW/218 PS bei 6500/min, 250 Nm bei 2750/min, 0 – 100 km/h in 7,0 sec, 245 km/h, Mix-Verbrauch: 8,4 Liter (91 Oktan), Preis: 36.950 Euro inkl. Österreichpaket
330i: 6 Zylinder in Reihe; 2996 ccm, 190 kW/258 PS bei 6600/min, 300 Nm bei 2500/min, 0 – 100 km/h in 6,3 sec, 250 km/h, Mix-Verbrauch: 8,7 Liter (91 Oktan), Preis: 41.600 Euro inkl. Österreichpaket
DIESEL
318d: kommt erst im September 2005
320d: 4 Zylinder in Reihe; 1995 ccm, 120 kW/163 PS bei 4000/min, 340 Nm bei 2000/min, 0 – 100 km/h in 8,3 sec, 225 km/h, Mix-Verbrauch: 5,7 Liter, Preis: 33.450 Euro inkl. Österreichpaket
330d: kommt erst im September 2005
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